Mama – vegane Lebensweise – Kleinkind

Mama – vegane Lebensweise – Kleinkind

Mama – vegane Lebensweise – Kleinkind

Hallo ihr Lieben,

nun meldet sich auch einmal die weibliche Seite unseres Blogs zu Wort. Heute möchte ich euch ein bisschen an meinen Gedanken zum Thema Baby, Kind und vegetarischer/veganer Lebensweise teilhaben lassen.

 

Schwangerschaft ohne Fleisch.

Als ich schwanger wurde war ich bereits längere Zeit Vegetarierin, doch von allen Seiten wurde mir immer wieder gesagt ich müsse Fleisch essen, weil ich sonst meinem Kind schaden würde. Gerade in der Schwangerschaft ist man sehr empfindlich solchen Meinungen gegenüber und ich machte mir furchtbar viele Gedanken und auch Sorgen, wollte ich doch nur das Beste für mein Kind. Ich gehöre  allerdings zu den absolut überzeugten Vegetariern und lies mich davon auch nicht abbringen.  Tiere zu töten und zu essen, damit mein Kind angeblich gesünder sein würde, das kam einfach nicht in Frage. Daraufhin las ich und las ich Artikel über Artikel und fand zudem noch eine super liebe Hebamme, die mir alle Sorgen nahm. Ich lernte unglaublich viel über eine ausgewogene  und gesunde vegetarische Ernährung und hatte trotz aller Warnungen bis zuletzt super Eisenwerte.

 

„Fleisch ist wichtig für ein gesundes Wachstum.“

Doch wenn ihr glaubt mit der Geburt unserer super gesunden, putzmunteren Tochter wären die Warnungen vorbei gewesen, dann irrt ihr euch gewaltig.  Unser Kinderarzt, selbst  Vegetarier, unsere Eltern, unsere Großeltern einfach alle wollten uns davon überzeugen unser Kind mit Fleisch zu ernähren.  Einfach unglaublich wie tief verwurzelt der Glaube ist, dass Fleisch gesund wäre.  Nachdem auch alle Versuche scheiterten unserer Tochter hinter unserem Rücken Wurst und Fleisch schmackhaft zu machen,  denn damit dass unsere Kleine überhaupt kein Interesse daran verspürt dieses Zeug zu essen, damit hatte wohl Keiner gerechnet, wurde es nach und nach akzeptiert.

Nun wird unsere Tochter bald 2 Jahre alt und ist kerngesund und super fit. Mein Mann und ich haben für uns beschlossen, dass es uns nicht mehr reicht „nur“ Vegetarier zu sein und ernähren uns nun fast ausschließlich vegan.  Damit beginnt für mich aber auch wirklich ein Punkt der schwierig wird. Soll ich meine Tochter auch vegan ernähren? Das es gesundheitlich machbar ist darüber bin ich mir völlig im Klaren, aber ist es auch ok für sie. Sie macht sich nicht viel aus Käse, aber liebt zwei nicht vegane Lebensmittel, ihre Babymilch und Jogurt. Leider isst sie überhaupt eher schlecht, weshalb ich ihr auch diese Dinge nicht nehmen möchte.

 

Erziehung in die richtige Richtung aber ohne Zwang.

Dies sind Dinge die mich sehr beschäftigen, denn ethisch korrekt ist diese Zwischenlösung sicherlich nicht. Für mich habe ich entschieden, dass ich ihr diese Dinge lasse, bis sie alt genug ist, selbst zu entscheiden, ob sie vegan essen möchte. Allerdings werde ich ihr immer wieder die vegane Alternative anbieten, denn wie heißt es so schön, nicht durch Zwang sondern durch freie Wahl, soll der Mensch die richtige Entscheidung treffen.
Bis dahin habe ich meine vegane Küche hoffentlich so weit ausgearbeitet, dass der Verzicht keinen Verzicht mehr darstellt, sondern puren Genuss.

Ich freue mich dass ihr es bis hierhin geschafft habt und würde mich riesig über Meinungen, Anregungen freuen.  Falls ihr auch Kinder habt würde mich total interessieren, wie ihr das handhabt, wie eure Kinder veganes Essen akzeptieren …

Eure Julia

"Mitleid ist die höchste Form der Liebe - vielleicht die Liebe selbst." Heinrich Heine

Meine anderen Beiträge

2 Kommentare

  1. AntwortenPetra

    Hallo Julia,

    bei meinem Sohnemann (3) handhabe ich es genau so wie du.
    Wir essen vegan und er bekommt vegetarisches Essen, wobei er seine Essgewohnheiten immer mehr an unsere anpasst.

    Liebe Grüße
    Petra

    1. AntwortenAnour

      Um Vegetarierin zu werden, habe ich viele, viele Jahre gebraucht. Ich habe immer weniger und weniger Fleisch und weniger und weniger Fisch gegessen, bis dann absolut kein Bedürfnis mehr da war. War auch nicht so einfach, wenn man aus Metzgers-und Gastwirts-Familien stammt und sich erst mal jahrzehntelang (also vor ca. 30 Jahren) anhören darf, wie ungesund ich lebe. In dieser Zeit, als etwa 17-jährige, kam ürigens auch Yoga in mein Leben. Mein Kinder (19,16 und 12) sind da schon klarer: ich esse keine Tiere. Punkt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.