• Veganes Tattoo und dessen Pflege
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Veganes Tattoo und dessen Pflege

Vegane Tattoos und worauf man achten sollte.

Tattoos sind entweder geliebt oder gehasst, doch  mittlerweile gesellschaftsfähig geworden.

Natürlich gibt es bei den Tattoos Trends die nach ein paar Jahren zum absoluten No-Go werden (Arschgeweihe oder Tribals sind wohl die Bekanntesten) aber jedes Tattoo spiegelt in gewisser Hinsicht auch ein Stück Individualität wieder. Dehalb darf man ihm das „Alter“ auch gerne ansehen. Ich persönlich finde Tattoos toll solange es sich nicht um Totenköpfe oder blutige Motive handelt.

Mein erstes und bisher einziges Tattoo habe ich mir vor ca. 15 Jahren stechen lassen. Zu dieser Zeit gabe es Tattoostudios gerade im ländlichen Raum noch nicht an jeder Ecke, geschweige denn die Möglichkeit solche im Internet zu finden. Ich fand dann schlussendlich eine Frau, ca. 50 km entfernt von meinem Wohnort wohnte, die in ihrer Freizeit in einem Nebenzimmer des elterlichen Bauernhofs tättowierte. Als „Behandlungsstuhl“ musste ein einfacher Bürostuhl herhalten, auf dem Fensterbrett stand ein voller Aschenbecher und unter dem Schreibtisch lag ein Hund von der Größe eines Kälbchens. Zu dieser Zeit machte ich mir noch keinerlei Gedanken über irgendwelche Hygienevorschriften oder sonstige Auflagen. Heute würde ich bei einem solchen Anblick wohl laut schreiend davon rennen.
Eigentlich ein Wunder dass mein fertiges Tattoo trotzdem meinen Vorstellungen entsprach und selbst heute noch recht gut aussieht. Obwohl es auch ein Trend-Tattoo (ein Tribal) ist habe ich die Entscheidung bis heute nicht bereut und würde es jeder Zeit wieder machen. Was heißt hier würde? Ich habe es bereits wiederholt. 🙂

Zur damaligen Zeit war das Wort „vegan“ für mich noch völlig unbekannt, heute wird jedes Essen, jede Kleidung, jedes Pflegeprodukt und jede sonstige Aktion zuvor auf Tierleid überprüft. So auch bei meinem neuen Tattoo.

 

Vegane Tattoo-Farben?

Bei farbigen Lebensmitteln (natürlich nicht bei Obst oder Gemüse 😉 ) schallen bei mir schon immer die Alarmglocken, rot kann zum Beispiel aus Läusen, schwarz aus Tintenfischen hergestellt werden. Wie sieht das Ganze nun bei Tattoofarben aus? Nach einer kurze Recherche im Internet wusste ich zwar dass vegane Tinte auf dem Markt existiert allerdings wusste ich auch das in vielen häufig verwendeten Farben tierische Bestandteile enthalten sind. Inhaltsstoffe wie Schellack, Knochenkohle oder Wollwachs sind hier keine Seltenheit.

Um Klarheit zu schaffen half nur die Nachfrage bei meinem Wunschtättowierer. Der erste Teil der Antwort war leider sehr ernüchternd „Unsere Farben sind leider nicht vegan da sie Schellack enthalten.“ allerdings konnte mich der anschließende Satz wieder etwas beruhigen „Das schwarz ist vegan da nur künstliche Stoffe verwendet werden.„. Wer hätte gedacht dass ich mich irgendwann freuen würde wenn ein Produkt nur künstliche Stoffe enthalten würde. 😉 Da mein geplantes Tattoo nicht farbig sondern nur schwarz werden sollte hat mir die Aussage des Tättowierers gereicht. In Großstädten wie Berlin ist es wahrscheinlich kein Problem ein gutes Studio mit veganen Farben zu finden, hier auf dem Land leider schon.

Solltet ihr vor dem Farbproblem stehen dann fragt doch einfach mal den Tättowierer eures Vertrauens ob er nicht für euch vegane Farbe besorgen kann. Bei den meist recht hohen Stechkosten sollte das kaum noch ins Gewicht fallen.

 

Die Wahl des Motives.

Einen Termin bei einem guten Tättowierer zu bekommen ist meist gar nicht so einfach. Wartezeiten von bis zu einem Jahr sind da leider keine Ausnahmen. Dies gibt einem jedoch genug Zeit um über die Wahl des Tattoos, den richtigen Platz und dessen Aussehen gründlich nachzudenken. Einen Schnellschuss würde man hier sicherlich sehr schnell bereuen.

Mein Entschluss was es für ein Motiv werden sollte war eigentlich von Anfang an klar, der Name meiner Tochter. Auch der passende Platz dafür war schnell gefunden, die Innenseite des linken Oberarmes. Dort ist es selbst im Sommer mit kurzem T-Shirt nicht gleich für jeden sichtbar. Dies war mir sehr wichtig, es sollte auch kein Tattoo für die Außenwelt sein, sondern eins nur für mich.

Wer sich vorab schon mal einen Überblick über die verschiedensten Schriftarten machen möchte dem kann ich folgende Seite empfehlen: Fontspace. Man gibt einfach seinen Wunschtext ein und sieht sofort das Ergebnis.

 

Endlich war der Tag gekommen.

Die Zeit bis zu meinem Termin verging im Schneckentempo. Wie ein kleines Kind das auf seinen Geburtstag wartet zählte ich die noch verbleibenden Tage. Dann war der Tag endlich da, ab zum Tättowierer meines Vertrauens und zwei Stunden später mit dem Kunstwerk wieder nach Hause.

Kommentar meiner zwei Jahre alten Tochter als ich ihr das Tattoo gezeigt habe: „Papa Aua

Die richtige Pflege des neuen Tattoos.

Die ersten 12 Stunden nach dem Stechen war das Tattoo noch mit Frischhaltefolie umwickelt, gelegentliches Abwaschen mit sehr warmem Wasser reichte in dieser Zeit noch aus. Danach sollte ich die tättowierte Stelle alle paar Stunden mit Bepanthen eincremen. Und spätestens hier taucht das nächste „Problem“ bei einem veganen Tattoo auf, wo gibt es eine geeignete vegane Wundsalbe? Auch hier ist das Internet dein Freund und Helfer. Zum Glück hatte ich mich schon vorab schlau gemacht und bin nach ein paar google Suchen auf TattooMed gestoßen, eine komplett vegane medizinische Hautpflege für tättowierte Haut.

TattooMed hat mehrere Produkte im Angebot, „after tattoo“ für die Pflege und Wundheilung nach dem Stechen, „cleansing gel“ als milde Waschlotion für die tägliche Anwendung und „color protection“ als UVA+UVB Filter zum Schutz der Fabpigmente. Die ersten zwei Produkte konnte ich schon ausgiebig testen und bin restlos begeistert.

TattooMed after tattoo“ enthält den Wirkstoff Dexpanthenol, ist parfümfrei, vegan und wurde ohne Tierversuche hergestellt. Die Creme hat eine sehr gute Konsistenz, lässt sich schön dünn verstreichen und zieht recht schnell in die Haut ein. Ich habe die Salbe in den ersten Tagen alle 2-3 Stunden aufgetragen und hatte keinerlei Juckreiz oder Schmerzen an der Tattoo-Wunde. Schon nach fünf Tagen fiel der Wundschorf ab und die Wunde war oberflächlich verheilt.

Das „cleansing gel“ ist eine milde, natürlich auch vegane Waschlotion für die tägliche Reinigung der frisch tättowierten Haut. Es lässt sich leicht aufschäumen und reinigt die Haut ohne sie zu reizen.

Da haben sich die Damen und Herrn hinter TattooMed wirklich viele Gedanken gemacht und ein wirklich tolles Produkt entwickelt.

Die Produkte von TattooMed  gibt es in Apotheken oder direkt im eigenen Onlineshop. Weitere Infos zu den Produkten gibt es auch auf der Facebook Seite von TattooMed.

Die Produkte sind übrigens so ergiebig das ich noch mindestens dreiviertel der Creme und der Lotion übrig habe. Da ein drittes Tattoo vorerst nicht geplant ist werde ich die „Reste“ als normale Wundsalbe und Waschlotion aufbrauchen. 🙂

 

Fazit: Auch Veganer/innen müssen nicht auf Tattoos verzichten.

 

P.S.: Auf dem Titelbild ist ein 10% Gutschein abgebildet. Wer also noch nach einer geeigneten Tattoopflege sucht der darf diesen bei seiner Bestellung auf TattooMed gerne verwenden. Also schnell sein, der Gutschein ist nur 1x verwendbar.

Mein Name ist Chris und ich freue mich dich auf unserem Blog begrüßen zu dürfen.

“Es wird die Zeit kommen, in welcher wir das Essen von Tieren ebenso verurteilen, wie wir heute das Essen von unseresgleichen, die Menschenfresserei, verurteilen.” (Leonardo da Vinci)

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1 Kommentar

  1. AntwortenVany

    Toll, dein Beitrag kommt gerade recht. In 4 Wochen ist mein Tattootermin also noch genug Zeit um TattooMed zu ordern.

    LG Vany

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